#611/612 Scherengitter

#611 Scherengitter GFN Donnerbüchsen Bauarten 28-31

#612 Scherengitter GFN Donnerbüchsen Bauarten 21-27

Endlich Scherengitter passend zu den Fleischmann-Donnerbüchsen! Scherengitter gibt es schon recht lange von Weinert. Sie wurden seinerzeit für die Roco-Donnerbüchsen konstruiert. Wer aber dann mal versucht hat, sie an den besseren Fleischmann-Donnerbüchsen zu befestigen, wird so seine Probleme haben – es ist zu wenig Material zur Befestigung an der filigranen Bühne da. Und wenn denn schon neue Scherengitter, dann sollten sie zeitgemäß, vorbildgerecht (Unterschiede zwischen den Bauarten) und feiner sein. Zusätzlich sollte eine ausreichend stabile Befestigung an den Fleischmann-Donnerbüchsen möglich sein.

Vorbildliches:

 Dia 7615-1024

Scherengitter am Bochumer Museumszug, Bauarten 1928-31 mit an den Übergangstüren oben abgerundeten Ecken.

 

Hier eine Ansicht des Übergangs beim Berliner Traditionszug. Links ist die Bauart 1921-27 (oben eckig) zu sehen, rechts die Bauart 1928-31 (oben abgerundet). Die Krähenfußbleche sind ebenso wie die (DDR-) Sitze nicht original.
Deutlich zu sehen ist hier, daß die Übergangstüren recht filigran an der Bühne befestigt sind, das erschwert die Nachbildung im Modell.

 

Das Ätzteil:

Die Scherengitter #611 (abgerundete Übergangstür) wurden an folgenden Bauarten verwendet:
Ci-28, Ci-29, Ci-30, Bi-29,
Pwi-28, Pwi-29, Pwi-30, Pwi-31

 

Die Scherengitter #612 (eckige Übergangstür) wurden an folgenden Bauarten verwendet:
Cid-26, Cid-27, C4i-32c (Eilzugwagen),
Pwi-23, Pwi-27
Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Montage der Scherengitter an Fleischmann-Donnerbüchsen:

Hier beide Bauarten an Fleischmann-Donnerbüchsen montiert, links die #611, rechts die #612.

 

 

Deutlich zu sehen sind hier die (nicht vorbildgerechten) Verstärkungen zwischen der Übergangstür und dem neuen Übergangsblech.
Sie lassen sich bei Wunsch einfach entfernen, dann läßt sich auch das Übergangsblech leicht schräg nach oben gebogen anbringen – wer will kann das Übergangsblech auch noch wölben.

 

Diese Aufnahme zeigt auch den L-Winkel, der dem Scherengitter den nötigen Halt bei der Verklebung mit der Bühne liefert.

 

Hier ist bei enem Wagen das Gehäuse abgenommen, man sieht sehr schön die Wirkung des neuen Übergansbleches. Es fügt sich gut in die vorhandene Fleischmann-Bühne ein.

 

Das alte hoch gestellte Übergansblech des Fleischmann-Fahrwerkes wurde zuvor Oberkante Rahmen bündig abgetrennt.

 

Da die Scherengitter speziell auf die Fleischmann Donnerbüchsen abgestimmt sind, haben die Streben zwischen den Wagen den gleichen Abstand wie innerhalb der Schere.

 

Beim Vorbild ist hier die Schere durchgehend, das läßt sich aber im Modell nicht nachbilden. So ist es ein Kompromiß auf hohem Niveau.

 

 

 

 

Auch Christoph hat bereits Scherengitter verbaut. Das ist ja an sich nichts besonderes – wenn ich denn nicht wüßte daß besonders er sich über dieses Zurüstteil für seine geliebten Donnerbüchsen freut.

Montage der Scherengitter an Roco-Donnerbüchsen:

Christoph hat genau das gemacht, wofür die Scherengitter gar nicht konstruiert worden sind. Die Roco Donnerbüchsen weisen eklatante Mängel auf, wehalb sie bei der Konstruktion der Schrengitter nicht berücksichtigt worden sind.

 

Und siehe da: Auch an die Roco Donnerbüchsen passen die Scherengitter des AW Lingen!Der Betrachter möge den unschönen Zustand der Wagen verzeihen – zum ausprobieren reichts.

 

Montage der Scherengitter an Märklin-Donnerbüchsen:

Hier gleicher Ansatz: Dafür waren sie nicht gedacht. Auch die Märklin Donnerbüchsen haben gravierende Fehler.

 

Und auch hier: Es paßt! Die Scherengitter sind für alle aktuell am Markt befindlichen Donnerbüchsen passend.Herzlichen Dank an Christoph für die Versuche.

 

Montage der Scherengitter an Fleischmann-Donnerbüchsen:

Am Besten sehendie Scherengitternatürlich an den WAgen aus, für die sie konstruiert wurden: Die Fleischmann-Donnerbüchsen.

 

Es sind die derzeit besten H0-Donnerbüchsen – obwohl auch sie ein paar kleine Fehler haben. Der Gesamteindruck der Wagen ist stimmig.

 

Die Diskussion der Farbgebung:
Es ist ein immer wieder gerne diskutiertes Thema – wie waren die Scherengitte lackiert?
Die Modellbahnhersteller machen das ganz einfach, Bühne in schwarz – fertig. Das liegt daran, das die Bühne eben ein Spritzteil ist. Dieses mehrfarbig auszuführen ist echter Aufwand.

 

Die damaligen Anstrichvorschriften sehen das ganz klar: Wagenkaster und Bleche in grün, alle Beschlagteile und Griffstangen in schwarz.
Für die Donnerbüchsen bedeutet dies grundsätzlich schwarze Bühnen, aber alle Bleche in grün!
Und auch hier wieder: Die wenigen Fotos auf denen man die Übergänge gut erkennen kann zeigen auch wieder alle Varianten. Von ganz schwarz bis ganz grün wurde wieder vieles gemacht.

 

 

 

 

 

Veröffentlichungen:

  • Eisenbahn-Kurier Heft 10/2015: Übergang mit Scherengittern – Christoph von Neumann

Quellenangaben:

  • eigene Vermessungen und Fotos
  • Deppmeyer, Joachim: Die Einheits-Personen- und Gepäckwagen der Reichsbahn (Band 1) Bauarten 1921-1931
  • Deppmeyer, Joachim: Die Einheits-Personen- und Gepäckwagen der Reichsbahn (Band 2) Bauarten 1932-1937
  • diverse Hefte Eisenbahn und Modellbau EMB Soest
  • GeraNova Wagenarchiv (399436-011) C4i-21; Bye 658

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

− 1 = 2