#201 Umbausatz Xlm 36

Die Ausgangslage:

Nach der erfolgreichen Boxpalette sollte mehr entstehen als ein kleines Zurüstteil. Inspiriert wurde ich von dem Umbausatz für den X 05 von www.krueger-modellbau.de. Martin Krüger hat für den wirklich vermurksten Roco G 10 eine Rettungsmöglichkeit als X-Wagen konstruiert. Das hat das Vorbild ja auch so gemacht.
Ich stieß dann bei der Lektüre vom Carstens Band 5 auf den Xlm 36. Bei der DB wurden auch aus den seinerzeit noch recht neuen Gms 35 X-Wagen gebaut. Vermutlich hat man dies aus oben herum stark beschädigten Wagen gebaut.
Nun ist natürlich der Roco Gms 35 ein wirklich gutes Modell. Er ist maßstäblich, ein gutes Vorbild und recht preiswert. Und dies ist der Grund, daß ich den Xlm 36 gewählt habe. Das Fahrwerk ist bis auf die zu flachen Achslager Klasse. Ein neuer Aufbau konstruiert und los gehts. Die Maße ergeben sich aus dem Roco-Fahrwerk und aus den Carstens-Zeichnungen. Xlm 36 Zeichnung Aufbau

Den Umbausatz habe ich dann noch mit einigen Zurüstteilen garniert, und Zwischenräume auch mit Zurüstteilen gefüllt. Es sind einige mehr dabei, kann ja nicht schaden.

Der Bausatz:

 

Hier ist das fertige Ätzblech zu sehen.

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Der eigentliche Wagenkasten wird mit einem Seitenschneider herausgetrennt.

Zuerst wird eine Seitenwand hochgeklappt, dann die Stirnwände.

Die Pufferbohle wird dann heruntergeklappt. Vorsicht: Neusilber ist recht hart, das Biegen geht nicht sehr oft.

Dann wird die andere Seitenwand hoch geklappt.

Die Seiten- und Stirnwände werden dann winklig an den Wagenboden angepreßt und verlötet.

Dies geht gut mit Lötpaste und der offenen Flamme.

Die Oberseite der Bordwände kann man mit Lötzinn füllen und glattschleifen.

Um das Fahrgestell aufsetzen zu können, muß eventuell die verlötete Unterseite beschliffen werden.

Nun kann der Aufbau probeweise auf das Roco-Fahrwerk aufgesetzt werden. Die Pufferbohlen des Roco-Fahrgestelles müssen etwa um die Hälfte gekürzt werden. Am einfachsten geht dies mit dem Bohrzwerg und Kreissägeblatt oder der Roco-Bastelsäge.

Nun kommen die Seitenwandstützen an die Reihe. Die Lösung mit den Echstützen gefällt mir noch nicht so richtig, ist allerdings ätztechnisch nicht zufriedenstellend zu lösen. Es muß von vorne angeätzt weren, damit die Nieten stehen bleiben. Es muß aber von hinten eine ganz kleine Nut angeätzt werden, damit sich die Echstütze einigermaßen abwinkeln läßt. Biegt man nun, reißt die Eckstütze ein.

Um das Fahrgestell aufsetzen zu können, muß eventuell die verlötete Unterseite beschliffen werden.

Danach werden die anderen Seitenwandstützen aus dem Ätzblech herausgetrennt und entgratet. Die Seitenwandstützen werden mit Lötpaste un dder Flamme aufgelötet. Auch die Zettelhalter können aufgelötet werden.

Jetzt ist es an der Zeit, die Beschwerungsplatte anzufertigen. Ich habe den Wagenkasten so konstruiert, daß zwischen Roco-Fahrwerk und dem neuen Aufbau 0,5 mm Platz bleiben. Wer möchte kann hier eine Bleiplatte einlegen damit der Wagen etwas mehr Gewicht bekommt.

 

ACHTUNG: Blei ist giftig. Bei der Verarbeitung von Bleiblech solltest Du Handschuhe tragen, mindestens aber häufig die Hände waschen und während der Arbeit nicht essen, trinken oder rauchen. Es ist ratsam, das Bleiblech frühzeitig zu lackieren, um den Hautkontakt beim bauen zu minimieren. ICH ÜBERNEHME KEINE VERANTWORTUNG. Versucht bitte alternative Werkstoffe zu verwenden.

Wem der Wagen ausreichend schwer ist, der kann auch einfach 0,5 mm Polystyrol einlegen.

Nun zeigt sich der Wagen schon etwas schicker.

Detailansicht der Klappenverschlüsse.

Detailsnasicht Pufferbohle. Die an der Unterseite der Pufferbohle hängenden Rangierergriffe werden noch etea 45 Grad nach vorn gewinkelt.

An der Stirnseite fehlen noch der Rangierertritt, die Puffer-Sockelplatten und der Kupplungsflansch.

Die mich nicht ganz befriedigende Echstütze habe ich mit Lötzinn überzogen und geschliffen. Dann geht das einigermaßen.

 

Der Xlm 36 ist fertig:

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Fred (FSch) hat den Xlm als erster fertig!

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Hier erste Einsätze auf seiner Heimanlage.

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Ronald (RBot) hat seinen Umbau fertiggestellt. Er hat die eher grenzwertge – aber durchaus mögliche Ep. IV-Beschriftung angebracht. Der Xlm 36 ist so für den Bauzugdienst verwendbar.

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Auch Ludger (LHan) hat seinen Umbau fertig gestellt. In Ep. III fällt dieser dezent gealterte Wagen insbesondere durch die feinen Lösezüge auf.

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Quellenangaben:

  • Vermessungen an Fotos aus dem Archiv Stefan Carstens
  • Güterwagen Band 4: Offene Wagen in Sonderbauart / Stefan Carstens / VGB VerlagsgruppeBahn 2008