Kesselwagen in Holthausen 

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individuelle Modellbeschriftungen erstellen

Wer über neue Modellbeschriftungen nachdenkt, landet unweigerlich bei Gaßner (www.gassner-beschriftungen.de). Gaßner ist der Vorreiter bei neuen Modellbeschriftungen. Für viele Modelle sind bei ihm qualitativ sehr hochwertige Beschriftungen in Siebdrucktechnik erhältlich.

Was ist aber, wenn es für das Wunschmodell bei Gaßner mal keine Beschriftung gibt?
Selber machen oder bei Andreas Nothaft (www.andreas-nothaft.de) ordern. Ich habe mich für den Mittelweg entschieden. Beschriftungen selbst setzen, und dann bei Andreas Nothaft drucken lassen. Einen kleinen Unterschied haben seine Decals im Vergleich zu Gaßner. Es sind von einem Alps-Drucker bedruckte Schiebebild-Folien. Der Alps-Drucker kann sauber drucken: Weiß, Schwarz, Gelb, Cyan, Magenta, Rot, Blau, Grün, Silber und Gold. Bei anderen (Misch)-Farben rastert der Drucker recht unschön - hier bietet sich dann für ein optimales Druckbild der Siebdruck an, den Andreas Nothaft auch im Programm hat. Und natürlich gibt es bei ihm Beschriftungen für jeden gewünschten Maßstab - fragt einfach mal bei Interesse bei ihm an.
Andreas Nothaft bietet die Decals natürlich nicht nur für H0 an, sondern auch für andere Baugrößen.

Die DIN-Schriften:
Ja, interessantes Thema. Im allgemeinen wird behauptet, daß die Eisenbahn-Schrift die DIN 1451 ist. Ja, teilweise richtig. Von den 1930er Jahren bis in die 1980er Jahre verwendete die Eisenbahn allerdings die "DIN 1451 Vornorm am Hilfsnetz von 1932". Diese Schrift weist einige gravierende Unterschiede zur normalen DIN 1451 auf.
Da diese Schrift so nicht im Netz verfügbar ist, habe ich sie selbst erstellt. Die wichtigsten Unterschiede der "Fetten Engschrift" sind hier zu sehen:

Die
"DIN 1451 Vornorm am Hilfsnetz von 1932" ist eine konstruierte Schrift. Die Buchstaben waren sieben Strichstärken hoch und fünf Strichstärken breit. Aus diesem Rastermaß ergaben sich die Radien innerhalb der Buchstaben. Die Vornorm ist insgesamt erheblich deutlicher konstruiert als die 1451. Die Rundungen sind deutlicher und die Radien auch. Mag sein, daß dieser Unterschied an den Modellen nicht wirklich auffällt - aber Wissen reicht.
Mir reichte dieses Wisen um die "falsche" Schrift aus, die Vornorm als ttf-Schrift zu erstellen.

Die Beschriftungen:
Ich erstelle sie in CorelDraw. Natürlich geht das auch anders. Andres Nothaft verwendet ebenfalls CorelDraw, und so kann ich recht einfach die gesetzen Beschriftungen bei ihm in Druck geben.
Die von mir erstellten Beschriftungen liegen alle bei Andreas vor. Bei Interesse wendet euch bitte an ihn, er kann euch gewünschte Beschriftungen mit geänderter Wagennummer erstellen.

Ein paar Beispiele:

Fleischmann 192hl VTG
Der blaue Hintergrund wird natürlich nicht gedruckt. Er dient nur dazu, daß man die weißen Beschriftungen besser sehen kann.
Gleiches gilt für die schwarzen Nummerntafeln. Sie entsprechen der tatsächlichen Größe am Modell und erleichtern die Konstruktion der Beschriftung.
Die magentafarbenen Linien sind Konstruktions- bzw. Schneidelinien.
Der magentafarbene Zettelhalter ist wieder ein Platzhalter in der Größe des Weinert-Bauteils.


Fleischmann 192hl Eva


Märklin 400hl VTG silberner Kessel


Trix 630hl VTG


Gr 20


Pwgs 44


SS 15


Tehs 50 Transthermos


Die Verarbeitung der Decals von Andreas Nothaft:
Die Beschriftung wird mit einem guten(!) Skalpell an einem Stahllineal (idealerweise auf einer Schneidematte) möglichst knapp ausgeschnitten. Entsprechendes Zubehör gibt es bei Andreas Nothaft (www.andreas-nothaft.de).
Zunächst auf den Wagenkasten an die zu beschriftende Stelle etwas Haftgrund “Mr. Mark Setter“ sowie 1-2 Tropfen entspanntes Wasser (Agepon) mit dem Pinsel auftragen. In einem kleinen Wassergefäß (z.B. Marmeladenglas-Deckel) mit entspanntem kalten Wasser wird das Teilstück dann für ca. 10 Sekunden untergetaucht.
Anschließend kann man es bereits auf den Wagen legen, sollte es aber nochmals mindestens die gleiche Zeit ziehen lassen. Ist zu wenig Flüssigkeit auf dem Wagenkasten - einfach mit einem kleinen Pinsel noch etwas aufbringen.
Mit dem Pinsel schieben wir dann die Beschriftung vom Träger, den wir mit einer Pinzette festhalten. Dabei möglichst wenig Druck ausüben, keinesfalls das Decal hochnehmen, da es sich sonst einrollt.
Sitzt die Beschriftung an der gewünschten Stelle streichen wir den Pinsel auf einem Stückchen Küchenrolle trocken und saugen mit dem trockenen Pinsel die noch verbliebene Flüssigkeit ab. Wer eine ruhige Hand hat, kann auch mit einem Wattestäbchen senkrecht von oben auf die Beschriftung tupfen und etwas andrücken.
Da die Beschriftung erst nach einigen Stunden (der Hersteller spricht von 24 Stunden) wirklich fest ist, empfiehlt es sich nicht, beide Seiten eines Wagens am gleichen Tag neu zu beschriften.
Falls die Beschriftungsfolie z.B. auf Nieten oder Bretterfugen nicht einwandfrei anliegt, kann man mit einem Weichmacher (z.B. Mr. Mark Softer von Gunze-Sanyo) die Beschriftung nochmals bepinseln (Achtung, sie könnte sich dabei wieder lösen!). Dies macht die Folie weich und sie schmiegt sich noch stärker an den Untergrund an. Insbesondere bei Bremsecken ist Weichmacher unverzichtbar! Diese Prozedur muss je nach Untergrund ggf. wiederholt werden.
Nach dem Altern des Wagens (ggf. kann der Wagen auch vor dem Neubeschriften bereits gealtert werden) sollte der Wagen komplett mit mattem Klarlack (z.B. H20 von Gunze-Sangyo) eingesprüht werden, dies ergibt neben einer verbesserten Grifffestigkeit auch die Beseitigung von ggf. noch bestehenden Glanzunterschieden. Auf keinen Fall sollte lösungsmittelhaltiger Klarlack verwendet werden, da dieser die Druckfarbe angreift!


Ein kleiner Hinweis:
Alle Fotos unterliegen dem Urheberrecht. Ihr dürft euch die gerne für private Zwecke herunterladen. Für alles andere möchte ich bitte gefragt werden. Fragt mich, wenn ihr Fotos
in voller Auflösung braucht. Kann aber immer etwas dauern mit einer Antwort, ich mache das alles nur privat.

leisner at hauptbahn punkt de

Ich erstelle meine Foto-Seiten mit XnView.


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